
Oberbayerische Ebene mit heimziehender Schafherde
Details
Die Geschichte
Die Holztafel misst 84 Zentimeter in der Breite und nur 33 in der Höhe, sie ist also mehr als zweieinhalbmal so breit wie hoch. Ende der 1850er Jahre ging Eduard Schleich zu diesem gestreckten Querformat über und füllte es mit einer bewegten, atmosphärischen Tonmalerei, mit der er im Münchner Kunstverein großen Erfolg hatte. Der Kunsthistoriker Siegfried Wichmann, der Schleichs Werkverzeichnis erarbeitete, hat dem extremen Rechteck als Bildformat der Münchner Landschaftsmalerei eine eigene Studie gewidmet. Das Auge, so beschreibt er Schleichs Absicht, sollte auf die Ferne eingestellt sein. Hier zieht ein Hirte mit seiner Herde an einem Bach entlang über die Ebene heimwärts. Das Museum datiert die Tafel nur ungefähr in die Jahre zwischen 1860 und 1870. Heimziehende Herden kehren bei Schleich öfter wieder, etwa in einer Waldlandschaft mit Schafherde und Hirten in der Neuen Pinakothek und in einer Abendlandschaft mit heimziehender Herde in Stuttgart. Die Städtische Galerie kaufte dieses Bild 1927.
