
Paul Signac · PD
Venedig, Giudecca-Kanal, Morgen
Details
Die Geschichte
Die Kuppeln von Santa Maria della Salute, der Kirche, die Venedig nach der Pest von 1630 an der Mündung des Canal Grande errichtete, stehen hier im Dunst eines Morgens über dem Wasser. Paul Signac hatte die Stadt 1904 zum ersten Mal besucht. Vor Ort arbeitete er mit Aquarellfarben, in schnellen Blättern, und setzte sie später im Atelier in Ölbilder um. Dieses ist signiert und „05“ datiert, also im Jahr nach der Reise gemalt. Segel, Gondelbüge und Kirchenfassade bestehen gleichermaßen aus einzelnen, fast quadratischen Farbtupfen. Die Liste der Vorbesitzer liest sich wie ein kleines Kapitel Sammlungsgeschichte. Gustave Fayet, ein südfranzösischer Sammler, der vor allem für seine Gauguins bekannt ist, besaß das Bild ebenso wie Bernhard Koehler, der Berliner Industrielle, der die Künstler des Blauen Reiters förderte. Emil Bührle erwarb es 1951 bei einem Händler in New York.




