
Titian · PD
Venus und Amor
Details
Die Geschichte
Um 1550 gab es in Venedig einen lebhaften Markt fuer Bilder wie dieses: liegende Venusfiguren, gemalt nicht fuer Kirchen, sondern fuer die Schlaf- und Studierzimmer wohlhabender Sammler. Tizian und seine Werkstatt wiederholten die Komposition in mehreren eng verwandten Fassungen, und dies ist eine davon. Der Sinn steckt in den Einzelheiten. Am Fussende des Lagers kauert ein schwarz-weisser Hund, den Blick fest auf ein Rebhuhn gerichtet, das auf der Bruestung sitzt. Das Rebhuhn galt seit langem als Sinnbild fuer Liebesverlangen und Fruchtbarkeit, ein Wink, den ein Venezianer des 16. Jahrhunderts sofort verstand. Von hier fuehrt der Weg zu den bekannteren Venus mit Musiker, wo an die Stelle Amors ein Organist oder Lautenspieler tritt. Wie viel davon Tizians eigene Hand ist und wie viel die der Gehilfen, wird bis heute diskutiert. Das Bild gelangte in die Sammlungen der Medici und haengt heute in den Uffizien.




