
Ansicht des Oudezijds Voorburgwal mit der Oude Kerk in Amsterdam
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Die Geschichte
Die Amsterdamer Grachten stanken zum Himmel. Kanalisation und Leitungswasser gab es nicht, und aller mögliche Unrat landete im Wasser. Jan van der Heyden hat auch das gemalt. Der kleine Holzverschlag an der Brücke ist ein Abtritt, eine öffentliche Toilette, die sich direkt in die Gracht entleerte, und gleich daneben wäscht eine Frau ihre Wäsche im selben Wasser. Wir sind am Oudezijds Voorburgwal, der zweitältesten Gracht der Stadt, am Bierkaai, wo Schiffe Bierfässer entluden, meist mit Bier aus Hamburg. Darüber ragt die Oude Kerk auf, die Alte Kirche, deren Glockenspiel 1658 und 1659 vollständig erneuert worden war. Die einzelnen Ziegel der Fassaden malte Van der Heyden selbst, die vielen kleinen Figuren am Kai stammen aber wahrscheinlich von Adriaen van de Velde, den er für solche Aufgaben regelmäßig heranzog. Später gehörte die Tafel Prinz Wilhelm VIII. von Hessen-Kassel, Kaiserin Joséphine in Malmaison und Zar Alexander I., wurde 1940 für das von Hitler geplante Museum in Linz verkauft und kam nach dem Krieg ins Mauritshuis.



