
Claude Monet · PD
Seerosen
Details
Die Geschichte
Die rosa und dunkelroten Blüten unten links haben eine Vorgeschichte, und sie beginnt in einer Gärtnerei im Südwesten Frankreichs. In Le Temple-sur-Lot züchtete Joseph Bory Latour-Marliac seit 1875 Wasserpflanzen. Die winterharten Seerosen Europas blühten damals fast nur weiß. Er kreuzte sie mit Arten aus wärmeren Gegenden und erhielt farbige Sorten. Auf der Pariser Weltausstellung von 1889, der mit dem neuen Eiffelturm, zeigte er 19 davon und bekam in seiner Kategorie den ersten Preis. Monet wurde dort auf sie aufmerksam. 1894, als sein Teich in Giverny angelegt war, bestellte er zum ersten Mal bei Latour-Marliac, und zwar ebenso viele Lotuspflanzen wie Seerosen. Ab 1899 malte er den Teich immer wieder. Dieses Bild hat er unten rechts signiert und 1907 datiert. Rechts treiben hellere Blüten, dazwischen spiegelt sich der Himmel im Wasser. Die fast quadratische Leinwand, etwa 93 mal 89 Zentimeter groß, hängt heute im Pola Museum of Art in Hakone, in den Bergen südwestlich von Tokio.




