
Edgar Degas · PD
Frau beim Kämmen ihres Haares
Details
Die Geschichte
Dieses Pastell hat Degas zu Lebzeiten nie verkauft. Es blieb bis zu seinem Tod 1917 im Atelier und kam erst im Mai 1918 auf den Markt, bei der ersten Versteigerung aus seinem Nachlass in der Pariser Galerie Georges Petit, mitten im Ersten Weltkrieg. Käufer war Georges Viau, ein Pariser Zahnarzt und Sammler der Impressionisten. Als Viaus Sammlung am 11. Dezember 1942 im Hôtel Drouot versteigert wurde, war Paris von deutschen Truppen besetzt. Die französischen Nationalmuseen erwarben das Blatt damals für den Louvre. Entstanden ist es in den späten 1880er-Jahren, als Degas immer wieder Frauen bei der Körperpflege darstellte, beim Waschen, Abtrocknen und Kämmen. Hier zieht eine sitzende Frau, in ein weißes Tuch gehüllt, einen Kamm durch ihr langes rotes Haar. 1945 zeigte der Louvre das Pastell unter den Erwerbungen der Kriegsjahre.




