
Frau in Bauerntracht
Details
Die Geschichte
Ein rotes Haarband über hochgesteckten Zöpfen verriet im 17. Jahrhundert sofort ein unverheiratetes Mädchen vom Land. Ter Borch malte die junge Frau im Profil, einen bedruckten Bogen in der Hand, von dem sie kurz aufblickt. Wahrscheinlich ist es seine Halbschwester Gesina, die ihm oft Modell saß. Zum Kostüm gehören auch das gelbe Mieder und die schlichten weißen Ärmel. Der Hintergrund bleibt dunkel, nur ein Kissen auf dem Tisch neben ihr hellt ihn auf. Das kleine Bild entstand um 1648 bis 1650 in Öl auf Papier, das später auf eine Holztafel geklebt wurde. Als es 1737 in Den Haag versteigert wurde, beschrieb der Katalog es als sitzendes Bauernmädchen mit einem Brief in der Hand, nach dem Leben gemalt und ungemein sorgfältig.




