Waldlandschaft mit Hirte und Herde an einem Fluss

Waldlandschaft mit Hirte und Herde an einem Fluss


Details

Jahr
1657
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
109,2 × 142,2 cm

Die Geschichte

Eine kahle, vom Blitz gespaltene Eiche beherrscht diese Leinwand, davor liegt eine entwurzelte Birke. Das Museum of Fine Arts sieht in den beiden eine Erinnerung an die rohe Gewalt der Natur, gesetzt gegen grüne Wiesen, über die ein Hirte seine Schafe einen Hohlweg am Fluss entlangtreibt. Solche wuchtigen Formen kennzeichnen Ruisdaels Arbeiten der 1650er Jahre, und dieses große Bild, mehr als 1,4 Meter breit, malte er in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts. Die sanften Hügel in der Ferne mit einer Kirche dazwischen gehören in die Landschaft an der niederländisch-deutschen Grenze, weit weg vom flachen Land um Haarlem.

Rund zwei Jahrhunderte lang war das Gemälde offenbar in einem englischen Landsitz. Die Familie Foljambe erwarb es höchstwahrscheinlich im späten 18. Jahrhundert für Osberton Hall in Nottinghamshire, als der Großteil ihrer Sammlung entstand. Bis 1998 war es über den Londoner Händler Simon Dickinson aus der Familie gegangen, und 2023 schenkten es die Sammler Rose-Marie und Eijk van Otterloo nach Boston.

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