
Kleiner Junge
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Die Geschichte
Im Mai 1878 ließ der Pariser Sammler Laurent-Richard, von Beruf Schneider, seine Bilder im Hôtel Drouot versteigern. Bekannt war er vor allem für die Landschaftsmaler von Barbizon, doch es kamen auch ältere französische Bilder in den Saal, darunter dieser kleine Knabenkopf, katalogisiert als Greuze. Den Zuschlag erhielt Alphonse Legrand, vermutlich im Auftrag von Quincy Adams Shaw aus Boston. Shaw hatte mit Kupferbergbau in Michigan ein Vermögen gemacht und einen guten Teil davon in Kunst gesteckt, allen voran in Gemälde und Pastelle von Jean-François Millet.
Nach Shaws Tod 1908 schenkte die Familie seine Millets dem Museum of Fine Arts. Der Junge blieb im Haus. Er ging an Shaws Enkel Louis Agassiz Shaw über und kam erst 1991 als Schenkung aus dessen Nachlass ins Museum, 113 Jahre nach der Pariser Auktion. Das Museum führt das Bild weiterhin mit dem vorsichtigen Zusatz zugeschrieben.
