Jean-François Millet

Jean-François Millet

1814–1875 · Frankreich · Französischer Realismus


Die Geschichte

Jean-François Millet wuchs in der Normandie auf, wo er als Sohn von Bauern selbst auf dem Land arbeitete, ehe ihn ein Stipendium örtlicher Förderer 1837 nach Paris schickte, um dort ernsthaft Malerei zu studieren. Dieser Hintergrund unterschied ihn von den meisten Salonmalern seiner Generation, die Bauern als fernes, sentimentales Motiv darstellten. Millet hatte die Arbeit tatsächlich selbst verrichtet.

1857 stellte er Die Ährenleserinnen aus, das drei Bäuerinnen zeigt, die sich über ein Feld beugen, um die nach der Haupternte zurückgebliebenen Ähren aufzusammeln – die ärmste Arbeit, die Landfrauen jener Zeit offenstand. Kritiker sahen darin eine politische Aussage, eine Erinnerung an die Klassenkluft, und reagierten feindseliger, als Millet beabsichtigt hatte. Zwei Jahre später malte er ein Paar, das bei Einbruch der Dämmerung auf einem Feld innehielt, um den Angelusgruß zu beten, und änderte den Titel von Gebet für die Kartoffelernte zu Der Angelus, dem Namen, unter dem das Bild heute bekannt ist.

Zu jener Zeit hatte sich Millet bereits im Dorf Barbizon am Rand des Waldes von Fontainebleau niedergelassen, unter einer Gruppe von Malern, die direkt in der umgebenden Landschaft arbeiteten statt in einem Pariser Atelier. Dort blieb er bis zu seinem Tod 1875.

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Werke

24 Werke