Konkathedrale von Città della Pieve

Konkathedrale von Città della Pieve

Città della Pieve, Italien


Die Geschichte

Pietro Vannucci, der Maler, den man Perugino nennt, wurde um 1450 in diesem Hügelstädtchen geboren, das damals Castel della Pieve hieß, und zwei seiner Altarbilder hängen bis heute in der Hauptkirche des Ortes. Die Taufe Christi, um 1510 vollendet, entstand für die Kapelle Johannes des Täufers. Christus und Johannes stehen knöcheltief im Wasser, über ihnen die Taube des Heiligen Geistes, zu beiden Seiten je ein Engel. Eine Zeit lang schrieb man das Bild seiner Werkstatt zu, bis eine Restaurierung 1962 die Feinheit der Zeichnung freilegte und es als eigenhändig bestätigte.

Das zweite Bild, die Madonna in der Glorie mit den Heiligen Gervasius und Protasius, den Patronen der Kirche, steht heute in der Apsis, obwohl es für den Hochaltar gemalt wurde. Der Bau wurde viele Male erneuert, von einer romanischen zu einer gotischen Kirche mit einer Krypta über etruskischen und römischen Resten, und vieles, was heute steht, stammt aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Um 1600 wurde die Kirche Kathedrale, und seit 1986 teilt sie diesen Rang mit dem Dom von Perugia.

Zu den weiteren Werken im Inneren gehören Gemälde von Antonio Circignani, dem Maler des späten 16. Jahrhunderts, genannt Pomarancio, und ein hölzernes Kruzifix, das dem Bildhauer Giambologna zugeschrieben wird.

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