
Die Geschichte
Dresdens Galerie Neue Meister füllt die oberen Geschosse des Albertinums, eines früheren Zeughauses an der Elbe, und sie trägt die deutsche Malerei von der Romantik bis in die Gegenwart. Ihr Herz ist Caspar David Friedrich, der Dresdner Romantiker, der die Landschaft zu einer Art Religion machte.
Seine Zwei Männer in Betrachtung des Mondes hängen hier, zwei Gestalten in altdeutschen Röcken, mit dem Rücken zu uns, den Blick auf einen Mond über einer toten Eiche gerichtet, ein Bild, das seither festgelegt hat, wie man sich die deutsche Romantik vorstellt. Nebenan verdüstert sich die Stimmung mit Otto Dix' Der Krieg, einem riesigen klappbaren Altarbild der Leichen und des Schlamms der Westfront, das Dix Ende der 1920er Jahre in Dresden malte, nachdem er selbst die Schützengräben überlebt hatte.
2002 trat die Elbe über die Ufer, und das Wasser erreichte die Depots des Albertinums. Die Stadt baute das Museum wieder auf und hob seine Lager hoch über den Fluss, schwebend in einer neuen Stahlkonstruktion über dem alten Innenhof, damit das nächste Hochwasser die Gemälde außer Reichweite fände.
Sammlung
11 Werke
Zwei Männer in Betrachtung des MondesCaspar David Friedrich, 1819
Tetschener Altar (Das Kreuz im Gebirge)Caspar David Friedrich, 1807
Hünengrab im SchneeCaspar David Friedrich, 1807
Der KriegArnold Böcklin, 1896
Boote im Hafen am AbendCaspar David Friedrich, 1828
Böhmische Landschaft mit dem MilleschauerCaspar David Friedrich, 1808
Blick ins ElbtalCaspar David Friedrich, 1807
FelsenCaspar David Friedrich, 1811
Der FriedhofseingangCaspar David Friedrich, 1825
Hünengrab im HerbstCaspar David Friedrich, 1820
Parau api. Was gibt's Neues?Paul Gauguin, 1892