
Caspar David Friedrich · PD
Hünengrab im Schnee
Details
Die Geschichte
Friedrich malte dies um 1807, unter seinen ersten Arbeiten in Öl nach Jahren des Zeichnens, und in einer der dunkelsten Stunden Preußens, als Napoleons Heere sich neu über die deutschen Länder gelegt hatten. Er setzte ein uraltes Steingrab, ein Hünengrab, das er bei Gutzkow an der Ostsee gezeichnet hatte, zwischen drei kahle Eichen in tiefen Schnee. Zwei der Bäume sind abgebrochen, der dritte beugt sich vom Wind fort. Ein paar Raben hocken im Geäst und über den Steinen. Für Friedrich und seinen Kreis standen solche vorgeschichtlichen Gräber für eine tiefe heimische Vergangenheit, was der frostigen Szene im Jahr der Niederlage einen vaterländischen Klang gab. Das wirkliche Hünengrab wurde bis 1818 auseinandergenommen und ist verschwunden, es lebt heute vor allem in Bildern wie diesem.




