Gemäldegalerie Alte Meister

Gemäldegalerie Alte Meister

Dresden, Deutschland · Website


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Die Geschichte

Seit mehr als zwei Jahrhunderten kommen Besucher teils wegen eines einzigen Gemäldes nach Dresden. Raffaels Sixtinische Madonna, 1754 vom sächsischen Kurfürsten August III. gekauft, zeigt die Jungfrau, die durch geteilte grüne Vorhänge nach vorn tritt, und ganz unten lehnen zwei kleine geflügelte Knaben an einer Brüstung, das Kinn in den Händen, mit gelangweiltem Blick. Diese beiden Putten sind auf mehr Tassen, Karten und Poster gedruckt worden als fast jedes andere Detail der Kunst, und die meisten begegnen ihnen, ohne zu wissen, woher sie stammen.

Die Galerie hält die Bildersammlung, die die sächsischen Herrscher im 17. und 18. Jahrhundert aufbauten, als Dresden einer der reichsten Höfe Europas war. Sie füllt die Sempergalerie, den Flügel im Stil der Neorenaissance, den der Architekt Gottfried Semper dem Zwinger anfügte, dem prunkvollen Festpalast am Fluss. Neben dem Raffael hängen Giorgiones Schlummernde Venus, Werke von Correggio und Tizian und eine tiefe Reihe niederländischer Malerei.

Ein kleiner Vermeer hier hat sich zu Lebzeiten heutiger Menschen verändert. Seine Briefleserin am offenen Fenster hatte über Generationen eine kahle Wand hinter sich, bis Restauratoren fanden, dass eine große Figur des Cupido nach Vermeers Tod übermalt worden war. Sie entfernten die spätere Übermalung, und seit 2021 steht der Liebesgott über ihrer Schulter enthüllt da. Die ganze Sammlung durchlief ein härteres Verschwinden, im Zweiten Weltkrieg versteckt, dann in die Sowjetunion gebracht und 1955 nach Dresden zurückgegeben.

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Sammlung

52 Werke