
Die Geschichte
Als Hans von und zu Aufseß, ein fränkischer Freiherr mit einer Leidenschaft für das Mittelalter, dieses Museum 1852 gründete, gab es Deutschland als Land noch nicht. Seine Idee war es, das gesamte materielle Zeugnis der deutschsprachigen Kultur unter einem Dach zu versammeln, bevor es sich zerstreute, und daraus wurde das größte Museum seiner Art, das von der Vorgeschichte bis ins 20. Jahrhundert reicht.
Die Sammlung ist riesig, doch einige Stücke ziehen die Besucher besonders an. Da ist ein reicher Bestand an Werken Albrecht Dürers, des Nürnberger Malers und Druckgrafikers. Und da ist der Behaim-Globus, 1492 in der Stadt vom Kaufmann Martin Behaim geschaffen, der älteste erhaltene Erdglobus, dessen Oberfläche eine Welt ohne Amerika zeigt, weil die Kunde davon noch nicht eingetroffen war.
Zum Eingang gelangt man über die Straße der Menschenrechte, eine Reihe weißer Säulen des israelischen Künstlers Dani Karavan, jede mit einem Artikel der Allgemeinen Erklärung in einer anderen Sprache beschriftet. Sie wurde 1993 errichtet, eine bewusste Antwort auf das, was der Name Nürnberg im 20. Jahrhundert bedeutet hatte.
Sammlung
9 Werke
GermaniaPhilipp Veit, 1848
Selbstbildnis mit HarnischRembrandt, 1629
AmazonenschlachtAnselm Feuerbach, 1873
Die Beweinung ChristiAlbrecht Dürer, 1498
Bildnis des Nürnberger Malers Michael WolgemutAlbrecht Dürer, 1516
Herkules erschlägt die stymphalischen VögelAlbrecht Dürer, 1500
Porträt der Barbara HolperAlbrecht Dürer, 1490
Madonna mit Kind und einem StifterAnonymous, 1757
Frau im Wind am MeerFranz Marc, 1907