
Rembrandt · PD
Selbstbildnis mit Harnisch
Details
Die Geschichte
1629 war Rembrandt etwa 23 Jahre alt, arbeitete noch in seiner Heimatstadt Leiden und war kaum bekannt. Er besaß wenig, und der blanke Ringkragen an seinem Hals, ein Stück Soldatenrüstung, war fast sicher ein Atelierrequisit, aufgesetzt, damit ein Müllerssohn wie ein Herr wirkt. Worum es ihm wirklich ging, war das Licht. Es fasst eine Wange und den metallenen Kragen und lässt den Rest ins Dunkel sinken. Lange galt diese Tafel in Nürnberg als bloße Kopie, das vermeintliche Original hing in Den Haag. Dann fand man unter der Farbe eine Unterzeichnung, wie man sie bei Rembrandt noch nie gesehen hatte. Die Untersuchung kehrte das Urteil um: Diese Tafel stammt von Rembrandts eigener Hand, die glattere Fassung im Mauritshuis ist die Kopie.




