
Die Geschichte
Die Fondation de l'Hermitage ist zuerst ein Familienhaus. 1841 kaufte der Lausanner Bankier Charles-Juste Bugnion ein Anwesen auf einem Hügel über der Stadt, und in den 1850er-Jahren baute ihm der Architekt Louis Wenger dort eine klassizistische Villa, mit einem Park, der über die Altstadt und ihre Kathedrale hinweg zum Genfersee blickt. Bugnions Nachfahren schenkten das Haus und einen Teil des Parks 1976 der Stadt Lausanne.
Im Juni 1984 öffnete es als Ausstellungshaus mit einer Schau impressionistischer Gemälde aus Sammlungen der Westschweiz, und damit war die Richtung vorgegeben. Zwei bis drei Ausstellungen im Jahr füllen die Räume der alten Villa, und im Lauf der Jahrzehnte haben sie Monet, Caillebotte, Bonnard, Hopper und Magritte auf den Hügel gebracht. Um sie herum ist eine eigene Sammlung gewachsen, fast ganz aus Schenkungen, Vermächtnissen und Dauerleihgaben, inzwischen mehrere hundert Werke. Ihr Schwerpunkt liegt auf der französischen Malerei des Impressionismus und Postimpressionismus und auf Künstlern des 20. Jahrhunderts aus dem Kanton Waadt. Allein 1998 kamen durch Schenkungen Bilder von Degas, Vuillard, Fantin-Latour, Braque und Suzanne Valadon hinzu. Diese Werke werden im Wechsel gezeigt, und was gerade zu sehen ist, hängt von der Saison ab.
