
Die Geschichte
Das Haus wurde in den 1640er-Jahren für Johan Maurits von Nassau-Siegen errichtet, einen Vetter der niederländischen Herrscherfamilie, der sieben Jahre lang die niederländische Kolonie in Brasilien regiert hatte und reich genug heimkehrte, um neben dem Regierungsteich in Den Haag einen kleinen klassizistischen Palast zu errichten. Seine Architekten Jacob van Campen und Pieter Post gaben ihm jene ruhige Symmetrie, die den vornehmen niederländischen Baustil für ein Jahrhundert prägen sollte.
Ein Teil dieses Reichtums stammte aus den Zuckerplantagen und dem Handel mit versklavten Menschen, den die Kolonie betrieb, eine Geschichte, die das Museum heute offen an seinen Wänden benennt.
Heute bergen die Räume eine der schönsten kleinen Sammlungen des niederländischen Goldenen Zeitalters. Hier steht man vor Vermeers Mädchen mit dem Perlenohrring, ihr gewandter Kopf und das einzelne Ohrgehänge vor dem Dunkel eingefangen, und wenige Räume weiter vor seiner kühlen Ansicht von Delft. Rembrandts Anatomie des Dr. Nicolaes Tulp legt einen sezierten Arm vor einem Kreis von Chirurgen offen, und Carel Fabritius' winziger Distelfink sitzt an seine Stange gekettet, ein Bild, das die Delfter Pulverexplosion überstand, die 1654 seinen Maler tötete.
Sammlung
34 Werke
Mädchen an einem hohen StuhlGovert Flinck, 1640
Porträt der Aletta Hanemans (1606-1653)Frans Hals, 1625
Porträt eines Mannes mit FederhutRembrandt, 1635
Porträt eines Mannes mit HutFrans Hals, 1634
Porträt der Anna WakeAnthonis van Dyck, 1628
Bildnis eines alten MannesRembrandt, 1667
SelbstbildnisRembrandt, 1669
Der lachende MannRembrandt, 1629
Zwei AfrikanerRembrandt, 1661