Bildnis der Mademoiselle Lange als Danaë

Anne-Louis Girodet · PD

Bildnis der Mademoiselle Lange als Danaë


Details

Jahr
1799
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
60,33 × 48,58 cm

Die Geschichte

1799, unter dem Direktorium, war der Pariser Salon eine öffentliche Bühne, und Girodet nutzte sie zur Rache. Die Schauspielerin Mademoiselle Lange hatte bei ihm ein Bildnis als Venus bestellt, ein Geschenk für ihren reichen Mann; es missfiel ihr, sie ließ es abhängen und wollte nur die Hälfte zahlen. Der Maler antwortete mit dieser Leinwand. Lange erscheint hier als Danaë, die Sterbliche, die Zeus als Goldregen verführte, und greift gierig nach den fallenden Münzen. Zu ihren Füßen deutet ein Truthahn mit einem Ehering im Schnabel auf den Gatten; ein gesprungener Spiegel und eine Pfauenfeder vollenden den Spott. Girodet hängte das Bild an den beiden letzten Salontagen aus, als längst jeder verstand, wen es zeigte.

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