
Die Geschichte
1452 vollendete ein Maler aus dem Umland von Padua, kaum über zwanzig, ein Fresko über dem Hauptportal der Basilika des heiligen Antonius und signierte es in lateinischen Großbuchstaben mit der Jahreszahl. Andrea Mantegna zeigte zwei Franziskanerheilige, die einen Kranz mit dem Christusmonogramm emporhalten, links Antonius von Padua, rechts Bernhardin von Siena. Bernhardin, der Prediger, der die Verehrung eben dieses Monogramms verbreitet hatte, war erst zwei Jahre zuvor heiliggesprochen worden.
Heute hängt das Fresko drinnen, im Museo Antoniano am Kreuzgang des seligen Luca Belludi, eines Gefährten des heiligen Antonius. Das Museum entstand Ende des 19. Jahrhunderts, um Gegenstände zu bewahren, die mit dem Heiligen und seiner Verehrung verbunden sind, schloss 1940 und öffnete 1995 wieder, zum 800. Jahrestag seiner Geburt. In den Sälen hängen Altarbilder der venezianischen Maler Carpaccio, Piazzetta und Tiepolo, dazu Holzschnitte des 15. Jahrhunderts, in Lyon gewebte Paramente des 18. Jahrhunderts und ein goldenes deutsches Weihrauchschiffchen aus dem 16. Jahrhundert. Seit 2015 sind zwei weitere Räume Donatellos Werken für die Basilika gewidmet, in Abgüssen und Fotografien, darunter eine Gipsbüste seines bronzenen Reiters Gattamelata, die Besucher berühren dürfen.
