
Die Geschichte
Das Gebäude, das in Zwolle die meisten fotografieren, ist ein nüchterner Justizpalast aus dem 19. Jahrhundert, auf dessen Dach eine riesige, mit Kacheln verkleidete Ellipse balanciert. Dieser Ausstellungsraum kam 2013 hinzu, entworfen vom Architekten Hubert-Jan Henket, und die Einheimischen nennen ihn die Wolke oder, weniger höflich, das Ei.
Drinnen hängt die Sammlung von Dirk Hannema, einem der begabtesten und zugleich waghalsigsten Museumsmänner, die die Niederlande hervorgebracht haben. Als Direktor des Boijmans in Rotterdam kaufte er mutig, und 1937 erwarb er ein Gemälde des Mahls in Emmaus als neu entdeckten frühen Vermeer, unter großem Beifall. Später stellte sich heraus, dass es vom Fälscher Han van Meegeren stammte, und Hannemas Ruf hat sich davon nie ganz erholt.
Seine eigenen Bilder kamen nach Zwolle, und sie sind breit gestreut. Alte Meister wie Vroom und Weenix hängen neben Mondrian, Turner und einem Picabia, verteilt auf das alte Gerichtsgebäude und die leuchtende Ellipse darüber.

