
Die Geschichte
1929 malte Grant Wood seine Mutter Hattie vor einer kargen Landschaft in Iowa, einen Topf mit Bogenhanf in den Händen. „Frau mit Pflanzen“ hängt hier in Cedar Rapids, der Stadt, in der Wood aufwuchs und als Lehrer arbeitete, und dieses Bild ist der Anker des Kunstmuseums Cedar Rapids. Nach eigenen Angaben besitzt das Museum die größten Sammlungen überhaupt von Wood, von seinem engen Freund, dem Landschaftsmaler Marvin Cone, und von Bertha Jaques, einer Radiererin aus Chicago. Auch Woods späteres Gemälde „Junger Mais“ ist hier zu sehen.
Das Museum ging aus einem Kunstverein hervor, den Kunstfreunde der Stadt 1895 gründeten. Zehn Jahre später bot man ihnen einen Ausstellungssaal in der neuen Carnegie-Bibliothek an. Als die Bibliothek 1985 auszog, übernahm der Kunstverein das ganze Gebäude, und der postmoderne Architekt Charles Moore entwarf daneben einen Neubau, der 1989 eröffnet wurde.
Neben den Sälen mit Wood und Cone zeigt das Haus Druckgrafik von Mauricio Lasansky, dem in Argentinien geborenen Grafiker, der an der University of Iowa lehrte, und eine Gruppe antiker römischer Porträtbüsten. Außerdem betreut das Museum Woods einstiges Atelier wenige Straßen entfernt, einen ausgebauten Heuboden über einer Remise. Dort lebte und arbeitete er von 1924 bis 1935, und dort entstand 1930 „American Gothic“.
