
Die Geschichte
Hoch oben auf dem gezackten Bergmassiv von Montserrat, unter dem Platz eines Benediktinerklosters, hängt ein Caravaggio. Der „Büßende heilige Hieronymus“ entstand um 1605 oder 1606. Ein Mönch der Abtei, Pater Bonaventura Ubach, ersteigerte ihn 1917 in Rom für seinen Abt, der das Erbe des Klosters wieder aufbauen wollte.
Ubach ist der Grund, warum es hier überhaupt ein Museum gibt. Der Bibelwissenschaftler lebte vier Jahre in Jerusalem und reiste durch Ägypten, Syrien und Mesopotamien, um Gegenstände zu sammeln, die die Bibel anschaulich machen sollten. Ab 1911 wurden sie in einem kleinen Raum des Klosters gezeigt. Diese Funde aus dem Alten Orient gehören noch heute zum Rundgang. Sie stehen zusammen mit den Gemäldesälen in einem Raum unter dem Platz, den der modernistische Architekt Josep Puig i Cadafalch 1929 als Restaurant für Pilger entwarf.
Zu den alten Meistern gehört eine „Büßende Maria Magdalena“ von El Greco, dem auf Kreta geborenen Maler aus Toledo, mit ihrem Salbgefäß und einem Schädel. Spätere Säle wenden sich den französischen Impressionisten und der katalanischen Malerei des 19. und 20. Jahrhunderts zu, diese zu einem großen Teil aus der Sammlung von Josep Sala. Das bekannteste katalanische Bild ist „Au Moulin de la Galette“ von Ramon Casas, gemalt 1892, als er in diesem Tanzlokal auf dem Montmartre wohnte, ein Porträt des Modells Madeleine Boisguillaume.


