
Die Geschichte
Gabriele Münter ließ sich 1909 in Murnau nieder, und gemeinsam mit Wassily Kandinsky machte sie den kleinen Markt am Fuß der Alpen zu einem der Geburtsorte des Blauen Reiters. Das Schloßmuseum folgt dieser Geschichte. Es zeigt mehr als 70 Werke Münters aus allen Phasen ihres Schaffens, dazu Material zum Blauen Reiter und zur Neuen Künstlervereinigung München. Die örtliche Hinterglasmalerei, die beide Künstler sammelten und von der sie lernten, hat eigene Räume.
Unter den Bildern ist ein Mädchenkopf von Franz Marc aus dem Jahr 1906. Dargestellt ist Maria Franck, eine Malerin, die später seine Frau wurde, und die Leinwand ist ein Fragment, das Marc aus einem größeren Bild desselben Jahres herausschnitt. Eine weitere Abteilung ist dem Schriftsteller Ödön von Horváth gewidmet, dessen Familie ein Haus in Murnau besaß.
Das Gebäude ist älter als all das. Ein mittelalterlicher Wohnturm bildet seinen Kern, und mehr als 400 Jahre lang war es der örtliche Verwaltungssitz des Benediktinerklosters Ettal. Nach der Säkularisation 1803 diente es als Wohnhaus und Schule, und 1993 wurde es als Museum eröffnet.
