Die Geschichte
Edvard Munch malte Walther Rathenau 1907 in Berlin, ein Ganzfigurenbildnis des Industriellen und Kunstsammlers, 15 Jahre bevor dieser deutscher Außenminister wurde. Das Bild gehört der Stiftung Stadtmuseum Berlin, dem Museum für die Geschichte der Stadt, hängt aber seit Oktober 2022 in der Berlinischen Galerie, dem Berliner Museum für moderne Kunst, weil das Stammhaus geschlossen ist.
Dieses Haus ist das Märkische Museum nahe der Spree, ein Backsteinensemble des Stadtbaurats Ludwig Hoffmann, 1908 vollendet und 2023 für eine Sanierung geschlossen, die bis etwa 2029 dauern soll. Damit die besten Gemälde der Moderne sichtbar bleiben, lieh die Stiftung 12 davon an die Berlinische Galerie aus, darunter Ernst Ludwig Kirchners Nollendorfplatz von 1912, einen belebten Berliner Platz, und Max Liebermanns Badende Knaben von 1900.
Die Stiftung entstand 1995 aus dem Zusammenschluss mehrerer bis dahin getrennter städtischer Museen. Zu ihren übrigen Häusern gehören die Nikolaikirche, eine der ältesten Kirchen Berlins, das Rokoko-Ephraim-Palais, die Biedermeier-Räume des Knoblauchhauses und ein nachgebautes mittelalterliches Dorf in Düppel. 2026 gab sich der Verbund einen kürzeren gemeinsamen Namen, Berlin Museum.
