
Die Geschichte
Auf einem Granithügel über dem Zentrum von Turku steht ein Gebäude, das eher an eine kleine Burg erinnert als an eine Galerie. Der Architekt Gustaf Nyström, von dem auch das Ständehaus in Helsinki stammt, vollendete es 1904, und es war erst das zweite Gebäude in Finnland, das eigens als Museum errichtet wurde.
Drinnen hängt eines der bekanntesten Bilder der finnischen Nationalkunst. In „Die Verteidigung des Sampo“, 1896 von Akseli Gallen-Kallela gemalt, schwingt der Held Väinämöinen sein Schwert gegen die Hexe Louhi, die sich in einen riesigen Vogel verwandelt hat, um den Sampo zurückzuholen, eine Zaubermühle des Überflusses aus dem Kalevala, dem finnischen Nationalepos. Gallen-Kallela malte es in Tempera, in den Jahren, in denen sich finnische Künstler den eigenen Mythen und Landschaften zuwandten.
Die Sammlung gehört dem Kunstverein von Turku, einem 1891 gegründeten privaten Verein, der das Museum bis heute betreibt. Ihre Bestände verfolgen die finnische Kunst vom goldenen Zeitalter um 1900 über den finnischen Surrealismus bis zur Pop-Art, dazu kommt eine bemerkenswerte Gruppe von Selbstbildnissen finnischer Künstler.
