
Abraham Govaerts
1589–1626 · Südliche Niederlande · Barock
Die Geschichte
Im September 1626 ging eine Seuche durch Antwerpen. Der Maler Abraham Govaerts starb am 9. daran, 37 Jahre alt, seine Frau Isabella Gielis vier Tage später. Seine ganze Laufbahn umfasst keine 20 Jahre, denn Meister in der Malergilde der Stadt, der Lukasgilde, war er 1607 geworden, mit etwa 18.
In dieser Zeit machte er sich mit kleinen Waldlandschaften einen Namen, Kabinettbildern, die man aus der Nähe betrachten sollte. Seine Vorbilder waren Gillis van Coninxloo, ein Wegbereiter der dichten flämischen Waldansicht, und Jan Brueghel der Ältere, der gefragteste Maler kleiner Bilder in Antwerpen. Wie so oft in der Stadt wurde die Arbeit geteilt. Govaerts malte die Bäume und das Licht, und Spezialisten wie Frans Francken der Jüngere oder Hendrick van Balen setzten in viele seiner Wälder die Figuren und Tiere. Um 1620 wurden seine Farben klarer, mit kleinen Lichttupfern im Laub. 1623 wählte ihn die Gilde zu ihrem Dekan, und einer seiner Schüler, Alexander Keirincx, trug die flämische Waldlandschaft später nach Amsterdam und London.
