Jean-Baptiste Regnault

Jean-Baptiste Regnault

1754–1829 · Frankreich · Neoklassizismus


Die Geschichte

Um 1800 war die Fuhrung der franzosischen Malerei ein Zweikampf. Auf der einen Seite stand Jacques-Louis David, der strenge klassizistische Meister der Revolution. Auf der anderen stand Jean-Baptiste Regnault, der das rivalisierende Atelier fuhrte und David jahrelang an Schulern und Ansehen gleichkam.

Regnault hatte als junger Mann den Rompreis gewonnen und Jahre in Italien studiert, und sein Geschmack blieb glatter und sinnlicher als Davids skulpturale Manier. Seine Drei Grazien aus den 1790er Jahren, drei Akte, die sich in einem weichen Kreis wenden, sind genau jene Art poliertes mythologisches Sujet, das David meist mied. Er malte auch grosse religiose und historische Werke, darunter eine Kreuzabnahme fur die konigliche Kapelle in Fontainebleau, dem Schloss vor den Toren von Paris, und Die Erziehung des Achill, heute im Louvre.

Er durchlebte die Revolution, Napoleons Kaiserreich und die Ruckkehr der Monarchie, richtete sich jeweils darauf ein und stellte fast bis zuletzt im Salon aus. Einer der in seinem Atelier ausgebildeten Maler, Pierre-Narcisse Guerin, sollte spater sowohl Gericault als auch Delacroix unterrichten, die jungen Manner, die die franzosische Kunst in die Romantik fuhrten.

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Werke

3 Werke