
Frühling im Prater
Details
Die Geschichte
Mehr als zwei Meter hoch und fast drei Meter breit ist diese Leinwand, und in diesem Format ließ sich nicht im Freien malen. Kleinere Bilder schuf Tina Blau draußen, dafür schob sie einen Handkarren mit Malzeug durch Wälder und Wiesen. Den Prater hatte sie ohnehin vor der Tür, denn ihr Atelier lag mitten im Park, und dort vollendete sie das Bild für die Internationale Kunstausstellung 1882 im Wiener Künstlerhaus. Die Bäume treiben gerade die ersten Blätter aus. Kinder waten in einem flachen Wasserlauf, weiter hinten spannt sich eine kleine grüne Brücke darüber. Auf dem Weg geht eine Dame unter dem Sonnenschirm mit einem Mädchen spazieren. Die Jury lehnte das Gemälde zunächst ab und nahm es erst auf, als sich der Maler Hans Makart dafür einsetzte. Im Jahr darauf erhielt es im Pariser Salon eine ehrenvolle Erwähnung, und rückblickend nannte man es das erste impressionistische Bild der österreichischen Kunst.

