Wilhelm Morgner

Wilhelm Morgner

1891–1917 · Deutsches Reich · Expressionismus


Die Geschichte

Als im Februar 1912 in München die zweite Ausstellung des Blauen Reiters eröffnete, stammten 20 der gezeigten Zeichnungen von einem 21-Jährigen aus dem kleinen westfälischen Soest. Wilhelm Morgner hatte kurz zuvor Franz Marc kennengelernt, und im selben Jahr erschien eine seiner Zeichnungen im Almanach Der Blaue Reiter. Herwarth Walden, Herausgeber der Berliner Zeitschrift Der Sturm, veröffentlichte 1912 und 1913 insgesamt 11 seiner Holz- und Linolschnitte.

Morgners Vater, ein Militärmusiker, der später Eisenbahnschaffner wurde, starb, als der Junge noch ein Säugling war. 1908 ging Morgner an eine private Malschule in Worpswede, dem Künstlerdorf bei Bremen, und malte nach seiner Rückkehr die Lehm- und Holzarbeiter von Soest in dichtem, getupftem Farbauftrag. Unter dem Eindruck von Kandinsky, Marc und Jawlensky wandte er sich 1912 leuchtenden, beinahe abstrakten Kompositionen zu.

Im Herbst 1913 wurde er eingezogen. Er kämpfte 1914 an der Marne und 1915 in Russland und arbeitete danach als Bataillonszeichner in Bulgarien und Serbien. 1917 wieder an die Westfront versetzt, fiel er im August bei Langemark in Flandern, mit 26 Jahren.

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Werke

2 Werke