
Childe Hassam · PD
Ein Feldweg
Details
Die Geschichte
Childe Hassam war 1884 gerade 25 und von seiner ersten Europareise nach Boston zurückgekehrt. In Boston sammelte man damals schon seit Jahren die Maler von Barbizon, angeregt vor allem von William Morris Hunt, einem Bostoner Maler, der in Frankreich an der Seite von Millet gearbeitet hatte. Von den Barbizonern stammt die Überzeugung, dass ein unscheinbarer Feldweg ein ganzes Bild wert ist. Hassam geht im Bildaufbau weiter. Der ausgefahrene Weg beginnt direkt am unteren Bildrand, man steht gewissermaßen selbst zwischen Kieseln, Schlaglöchern und Unkraut, und von dort windet er sich bergauf bis zu einem einzelnen Mann auf einem Wagen unter mächtigen weißen Wolken. Das Brooklyn Museum hebt diese kühne Komposition und den schweren, lockeren Pinselstrich hervor, beides damals ungewöhnlich in der amerikanischen Malerei. Signiert hat Hassam links unten, mit der Jahreszahl 84.




