
Édouard Manet · PD
Ein Gartenweg in Rueil
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Die Geschichte
Rueil, ein Dorf westlich von Paris, im Sommer 1882. Manet hatte hier von Juli bis Oktober ein Haus mit Garten in der Rue du Château gemietet, um sich zu erholen. Man behandelte ihn wegen Rheuma, tatsächlich litt er an einer fortgeschrittenen Syphilis, und er ging nur noch am Stock. Weite Wege waren nicht mehr möglich, also malte er den Garten. Diesen Weg hielt er dreimal fest, und nur diese Fassung trägt unten rechts seine Signatur, ein Zeichen, dass er sie als vollendet ansah. Der helle Weg zieht von links unten ins Bild und verschwindet hinter Büschen, die sonnigen Stellen in Sandtönen, die Schatten in Blau. Links ragt ein dunkler Baumstamm auf, dessen Krone der Bildrand abschneidet, und rechts schimmert durch das Laub die gelb-rote Wand des Hauses. Im April 1883 starb Manet. Bei der Versteigerung seines Nachlasses kaufte der Opernsänger Jean-Baptiste Faure, einer seiner frühesten Sammler, das Bild, und seit 1955 gehört es dem Kunstmuseum Bern.




