
Eine Straße in Paris im Mai 1871
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Die Geschichte
Ende Mai 1871 eroberten die Regierungstruppen aus Versailles Paris Viertel um Viertel von der Kommune zurück. Tausende Kommunarden wurden an Ort und Stelle erschossen. Maximilien Luce war damals 13 Jahre alt und lebte in der Stadt. Erst mehr als 30 Jahre später, zwischen 1903 und 1905, brachte er das Gesehene auf eine über zwei Meter breite Leinwand. Im Vordergrund liegen die Toten auf dem Pflaster, die meisten in den blauen Uniformjacken und rot paspelierten Hosen der Nationalgarde. Eine Frau im langen Rock ist unter ihnen. Weiter oben in der menschenleeren Straße sieht man einen einzelnen Toten. Die Läden sind verrammelt, die Fassaden stehen in praller Sonne, und in der Ecke erinnert ein Haufen herausgerissener Pflastersteine an eine Barrikade. Es war das erste von mehreren großen Bildern, die Luce der Kommune widmete.




