
Allegorie der Schöpfung
Details
Die Geschichte
Im Inventar der Familie Borghese von 1693 stand dieses Kupferbild unter dem Namen des römischen Malers Cavalier d'Arpino. 1790 galt es als Werk Jan Brueghels des Älteren, und erst der Kunsthistoriker Roberto Longhi gab es Jacopo Zucchi zurück. Die Landschaft wirkt flämisch, Tiere, Vögel, Früchte, Muscheln und Fische sind Stück für Stück ausgemalt. Entstanden ist das Bild um 1585 für das Studierkabinett des Kardinals Ferdinando de' Medici in Rom. Sein Thema liefern Psalmverse, lateinisch auf dem Steinsockel links unten. Gott hat alles in Weisheit geschaffen und es dem Menschen zu Füßen gelegt. Oben schwebt Gott Vater mit einem Buch, das Alpha und Omega trägt, Anfang und Ende. Unten hebt ein junger Mann als Sinnbild des menschlichen Geistes eine Armillarsphäre empor, das Ringmodell des Himmels, und an seinem Fuß liegt ein Löwe. Das Bild befindet sich heute im Depot des Museums.




