
Jean-Baptiste-Siméon Chardin · PD
Die Attribute der Musik
Details
Die Geschichte
Als Chardin 1764 diesen Auftrag erhielt, war er etwa 65 Jahre alt und malte seit Jahrzehnten bescheidene Dinge: einen aufgehängten Rochen, ein paar Gläser, eine Pfeife. Die Akademie stellte die Stilllebenmaler weit unter die Historienmaler, und doch war er es, den man eine königliche Residenz ausschmücken ließ. Über den Marquis de Marigny, den Direktor der königlichen Bauten und Bruder der Madame de Pompadour, wurden bei ihm drei Supraporten für das Schloss Choisy bestellt, das Lustschloss Ludwigs XV. Diese hier versammelt die Attribute der Musik, eine Mandoline, eine Geige mit Bogen, ein Jagdhorn, eine Trompete mit Quastenbehang, eine Musette in rotem Samt, ein Notenpult mit Kerze und lose Notenblätter, angeordnet wie ein Stillleben. Sie bildete eine Reihe mit einer zweiten zu den Künsten und einer dritten zu den Wissenschaften, die heute verloren ist. Chardin zeigte sie im Salon von 1765, und alle drei gelangten in die Sammlung des Königs.




