
Jean Siméon Chardin · CC0
Die Küchenmagd
Details
Die Geschichte
Im Frankreich des Jahres 1738 stellte die Akademie die große Historienmalerei mit ihren Göttern und Schlachten ganz nach oben und wies die häuslichen Szenen weit nach unten. Genau diesen widmete sich Chardin. Hier hält eine junge Magd beim Schaben von Rüben inne. Messer und Gemüse ruhen in ihrem Schoß, und sie blickt zur Seite, versunken, als hätte sie ihre Arbeit für einen Augenblick vergessen. Dahinter ahnt man das Küchengeschirr. Was die Zeitgenossen bewunderten, war die Ruhe, mit der er ein so bescheidenes Motiv behandelte. Chardin zeigte die Leinwand im Salon von 1739 als La Ratisseuse de navets und wiederholte die Komposition mehrfach. Eine weitere Fassung, signiert 1746, hängt in München.




