
Apoll schindet Marsyas
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Die Geschichte
Bei Ovid fordert der Satyr Marsyas Apoll zum musikalischen Wettstreit heraus, seine rauen Flöten gegen die Leier des Gottes. Die Musen sprechen Apoll den Sieg zu, und das Schicksal des Verlierers liegt nun in seiner Hand. Er hängt Marsyas an einen Baum und zieht ihm bei lebendigem Leib die Haut ab. Guido Reni malte diese Strafe um 1633 auf einer mehr als zwei Meter hohen Leinwand, und das Museum liest das Bild als Aussage über die Kunst selbst. Apoll ist gebaut wie eine makellose antike Statue, ruhig und hell, der Satyr dagegen ist ein gequältes Geschöpf der ungezähmten Natur. Nebeneinandergestellt plädieren die beiden Figuren dafür, dass sich die Malerei an der idealen Schönheit der Antike ausrichten solle. Andere Maler der 1630er Jahre griffen denselben Stoff ganz anders an. Jusepe de Ribera malte ihn 1637 in Neapel gleich zweimal und warf den schreienden Satyr kopfüber in den Vordergrund. Auch Reni kam auf seine Komposition zurück, eine weitere ihm zugeschriebene Fassung hängt in Toulouse.




