Die Arnolfini-Hochzeit

Jan van Eyck, Arnolfini Portrait, 1434. Wikimedia Commons. · PD

Die Arnolfini-Hochzeit


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Details

Künstler
Jan van Eyck
Jahr
1434
Technik
Öl auf Eichenholz
Gattung
Gemälde
Maße
82,2 × 60 cm

Die Geschichte

Brügge, 1434. Die Stadt ist eine der reichsten Europas, ein Umschlagplatz für Tuch, Gewürze und Geld, und hier lebt Giovanni di Nicolao Arnolfini, ein Kaufmann aus dem italienischen Lucca, der mit teuren Stoffen handelt. Jan van Eyck zeigt ihn und eine Frau in einem gut ausgestatteten Wohnraum, ihre Hände beinahe zeremoniell ineinandergelegt. Der grüne Wollmantel der Frau ist so schwer und faltenreich gemalt, dass er allein schon von Reichtum spricht. Viele halten die Frau für schwanger. Tatsächlich zeigt sich hier die höfische Mode, die einen vollen, vorgewölbten Bauch betonte. Van Eyck füllt den Raum mit Dingen, die sich lesen lassen, das Hündchen für die Treue, die einzelne brennende Kerze am hellen Tag, die Orangen am Fenster als Zeichen von Wohlstand. In dem runden Spiegel an der Rückwand erscheinen zwei weitere Gestalten, die im Türrahmen stehen, und darüber steht in geschwungener Schrift Johannes de eyck fuit hic, Jan van Eyck war hier, mit der Jahreszahl 1434. Es ist eines der frühesten Werke, in denen die neue Ölmalerei solche Tiefe und solchen Glanz erreicht, und hängt seit 1842 in der National Gallery in London.

Das ganze Museum in der Tasche. MuseScope ist fast da.