
Jan van Eyck, The Madonna in the Church, 1440. Wikimedia Commons. · PD
Die Madonna in der Kirche
Details
Die Geschichte
Dieses Tafelbild ist winzig, kaum größer als eine Hand, gerade einmal 31 Zentimeter hoch. Und doch steht Maria darin riesig im Mittelschiff einer gotischen Kathedrale, viel zu groß für den Raum. Der Größenunterschied ist kein Fehler. Um 1438 gemalt, meint van Eyck damit Maria selbst als Sinnbild der Kirche, die den ganzen Bau ausfüllt. Auf dem Steinboden liegen zwei helle Lichtflecken, die durch die hohen Fenster hereinfallen. Bemerkenswert ist, dass dieses Licht von Norden kommt, nicht wie üblich vom Chor im Osten, es ist als überirdisches, heiliges Licht gedacht. Dass es durch die Scheiben dringt, ohne sie zu zerbrechen, wurde seit jeher auf Maria bezogen, die Mutter wurde und Jungfrau blieb. Ursprünglich war die kleine Tafel die eine Hälfte eines Diptychons.




