
Gustav Klimt · PD
Baby (Wiege)
Details
Die Geschichte
Klimt malt dieses Bild im letzten Winter des Ersten Weltkriegs, in einem verarmten Wien, und lässt es unvollendet: im Februar 1918 setzt ein Schlaganfall seinem Leben ein Ende. Auf dem Gipfel eines Berges aus Stoffen tauchen nur ein Säuglingsgesicht und eine kleine Hand auf. Darunter türmt sich ein Gewirr aus Decken und Steppdecken, ein Mosaik aus Blau, Grün, Gelb und Rosa, das die quadratische Leinwand fast ganz ausfüllt. Es ist dieselbe Pyramidenkomposition, mit der Klimt zuvor von Leben und Tod gesprochen hatte. Hier sitzt das neue Leben oben auf einem wackligen Haufen, winzig gegenüber allem, was es umgibt.




