
Schlacht bei Pavia: Die Gefangennahme König Franz’ I.
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Die Geschichte
Im März 1531 schenkten die Generalstaaten der Niederlande Kaiser Karl V. im Brüsseler Coudenberg-Palast sieben Wandteppiche, gewebt aus Wolle und Seide mit Gold- und Silberfäden in der Werkstatt von Willem und Jan Dermoyen. Sie erzählen von der Schlacht bei Pavia am 24. Februar 1525, in der das kaiserliche Heer die Franzosen schlug. Dieser hier zeigt den Augenblick, in dem König Franz I. gefangen genommen wird. Links der Mitte ist ein Pferd gestürzt, seine dunkelblaue Schabracke ist mit goldenen Lilien übersät, und Männer in Rüstung stützen den Reiter mit dem Federbusch am Helm. Auf Zaumzeug und Schwertscheiden stehen in Goldfaden die Namen der Befehlshaber, damit man jeden erkennt. Die Serie blieb bei Karls Schwester Maria von Ungarn, der Statthalterin der Niederlande. Als sie 1549 im Schloss Binche den jungen Prinzen Philipp empfing, ließ sie die Teppiche für ihn aufhängen. Alle sieben passten nicht in einen Raum, und so verteilte man sie auf sein Gemach und das Vorzimmer.



