Thronende Maria mit Kind und zwei musizierenden Engeln
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Die Geschichte
Um 1519, als diese kleine Tafel entstand, galt eine gelungene Bildidee in den Niederlanden als etwas, das man studierte und weiterverwendete. Wenige Jahre zuvor hatte Jan Gossaert die mittlere Madonna des Malvagna-Triptychons gemalt, das heute in Palermo hängt, und die Jungfrau dort zwischen musizierende Engel gesetzt. Diese Tafel, lange Bernard van Orley zugeschrieben, greift dieselbe Idee auf: Maria thronend mit dem Christuskind und zwei Engeln, die an ihrer Seite musizieren. Es ist ein bescheidenes Stück, etwa 34 Zentimeter hoch, in Tempera auf eine Eichenholztafel gemalt, ein Andachtsbild für den privaten Raum und nicht für den Altar. Von Gossaert bleiben die Haltung und die höfische Anmut, jenes dichte, kleinteilige Detail, das niederländische Auftraggeber schätzten. Nach Basel kam das Bild über den Sammler Max Geldner, der es dem Museum 1958 schenkte.



