Kardinalinfant Ferdinand von Österreich

Jan van den Hoecke · PD

Kardinalinfant Ferdinand von Österreich


Details

Jahr
1634
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
260 × 112 cm

Die Geschichte

Im April 1635 empfing Antwerpen einen neuen Statthalter, und entlang seines Weges ließ die Stadt Triumphbögen aus Holz und bemalter Leinwand errichten. Dieses Bildnis, gut zweieinhalb Meter hoch und kaum mehr als einen Meter breit, wurde für einen davon gemalt, den Ferdinandsbogen. Dargestellt ist der Kardinalinfant Ferdinand, jüngerer Bruder König Philipps IV. von Spanien. Kardinal war er schon 1619 geworden, mit etwa zehn Jahren, dazu Erzbischof von Toledo, die Priesterweihe empfing er jedoch nie. Seine eigentliche Begabung lag im Kriegführen. Sieben Monate vor seinem Einzug hatte er bei Nördlingen im Ries einen der großen katholischen Siege des Dreißigjährigen Krieges errungen, und genau diesen Sieg feierte der Bogen. Die Leinwand überdauerte das hölzerne Gerüst, für das sie bestimmt war, und ist seit 1733 in der kaiserlichen Galerie in Wien nachweisbar.

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