
Caravaggio, Christ at the Column, 1606. Wikimedia Commons. · PD
Christus an der Geißelsäule
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Die Geschichte
Als Caravaggio dieses Bild um 1607 in Neapel malte, war er ein Flüchtiger. Im Jahr zuvor hatte er in Rom einen Mann im Streit getötet, und über ihm schwebte ein Todesurteil, das jeder vollstrecken durfte. In Neapel fand er rasch Aufträge, doch seine Malerei wurde härter. Christus ist hier an die Geißelsäule gebunden, aus dem Dunkel tritt sein heller Körper hervor, während zwei Schergen mit fast handwerklicher Ruhe die Ruten richten. Kein Goldglanz, kein Himmel, nur die nackte Gewalt eines Verhörs bei Fackellicht. Die Häscher wirken wie Männer von der Straße, wie Caravaggio sie in den Gassen Neapels täglich sah.




