Christus heilt den Lahmen

Christus heilt den Lahmen


Details

Jahr
1569
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
74,6 × 84,8 cm

Die Geschichte

Das Johannesevangelium erzählt von einem Teich in Jerusalem namens Betesda, umgeben von Säulenhallen voller Kranker. Sie warteten darauf, dass sich das Wasser bewegte, denn wer dann als Erster hineinstieg, sollte gesund werden. Einer lag dort seit 38 Jahren. Jesus fragt ihn, ob er gesund werden will, und der Mann antwortet, jedes Mal, wenn das Wasser sich regt, steige ein anderer vor ihm hinab. Bassano malt genau dieses Gespräch, den Wortwechsel vor dem Wunder, und erzählt es über Blicke und Gesten, die von Figur zu Figur wandern. Die zerrissenen, fransigen Pinselstriche im Stoff sind seine eigene Handschrift, und das Museum datiert die Leinwand auf etwa 1568 bis 1571. 1693 hing sie im Palazzo Borghese in Rom, im Inventar als Wunder Christi mit mehreren Figuren verzeichnet, zusammen mit einer Beschneidung Christi von Bassano als Gegenstück. Camillo Borghese verkaufte das Paar 1801, und beide gelangten nach England, nach Leigh Court bei Bristol. Bei Christie's brachte dieses Bild 1899 gerade zehn Guineen. Als es 1988 in Monaco versteigert wurde, galt es als Werk von Jacopos Sohn Francesco. Das Museum of Fine Arts erwarb es 1989 als Arbeit Jacopos selbst.

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