
Paul Klee · PD
Klippen am Meer
Details
Die Geschichte
1931 wechselte Klee vom Bauhaus in Dessau als Professor an die Düsseldorfer Akademie, ganz umgezogen ist er allerdings nie. Zwei Jahre lang pendelte er etwa alle zwei Wochen zwischen beiden Städten, hatte in jeder ein Atelier und malte in jeder anders. In Düsseldorf entstanden die Punktbilder. Klee sprach selbst vom „sogenannten Pointillieren“, in Anlehnung an Georges Seurat, ging aber eigene Wege. Zuerst dichtete er die Leinwand mit pastos aufgetragenem Weiß ab, dann setzte er die farbigen Punkte darüber und übermalte manche mehrfach, bis sie als kleines Relief hervortreten. Hier lässt sich das gut sehen. Die Farbpunkte fügen sich zu einem bewegten Muster, in dem Gestein, Meer und Himmel anklingen, ohne dass eines davon greifbar würde. Klee hatte für solche Flächen ein eigenes Wort, die „Punktsaat“, und den Titel „Klippen am Meer“ schrieb er eigenhändig auf den Keilrahmen.




