
Anne-Louis Girodet · PD
Danaë
Details
Die Geschichte
Um 1798, die Revolution war überstanden, ließen sich die neuen Männer des Geldes prächtige Stadthäuser in der Pariser Chaussée d'Antin errichten. Einer von ihnen, der Finanzbeamte Martin-Michel Gaudin, später Napoleons Finanzminister, gab bei Girodet dieses goldene Bild für sein Haus an der rue du Mont-Blanc in Auftrag. Der Stoff stammt aus der antiken Mythologie. Die eingesperrte Danaë empfängt Zeus, der sich in einen Goldregen verwandelt hat, und auf sie herab fallen Münzen und Blüten. Für den Salon war das Werk nie gedacht, es sollte einen wohlhabenden Innenraum schmücken, und Girodet erhielt dafür 600 Franc, nach damaligem Urteil ein bescheidener Lohn. Ein Jahr später malte er eine zweite Danaë, ein bissiges Spottbild auf eine Schauspielerin, während dieses Bild ganz ohne Häme auskommt. Heute hängt es im Museum der bildenden Künste in Leipzig.




