
Anne-Louis Girodet · PD
Das Begräbnis der Atala
Details
Die Geschichte
Als Girodet dieses Bild im Salon von 1808 zeigt, kennen fast alle im Saal die Geschichte schon. Sie stammt aus «Atala», der kurzen Erzählung, die Chateaubriand 1801 veröffentlicht hatte und die ein Frankreich im Sturm nahm, das eben aus der Revolution kam und sich wieder der Religion zuwandte. Atala, eine junge Christin aus Louisiana, liebt den Indianer Chactas, hat aber ein Keuschheitsgelübde abgelegt. Weil sie Liebe und Gelübde nicht vereinen kann, nimmt sie sich das Leben. Girodet malt den Augenblick der Grablegung, in einer Grotte in der Abenddämmerung. Der alte Einsiedler, Pater Aubry, stützt den Leichnam, während Chactas, gebrochen, sich an ihre Knie klammert. Zehn Jahre später kauft Ludwig XVIII. die Leinwand.




