Bildnis des Philosophen Diogenes
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Die Geschichte
Um 1650 war der Kyniker ein gefragtes Motiv. Jacob Jordaens schickte Diogenes mit der Laterne durch einen vollen Markt, auf der Suche nach einem einzigen ehrlichen Menschen. Nicolas Poussin zeigte ihn in weiter Landschaft, wie er seinen letzten Trinkbecher fortwirft, weil er eben einen Jungen aus der hohlen Hand hatte trinken sehen. Auch Pierre Puget griff den Stoff auf. Dolci strich das alles. Im Katalog des Museums heißt es, er habe jede Einzelheit entfernt, die dem Bild etwas hätte nehmen können, und den Begründer der kynischen Schule als verschlossene Gestalt gemalt, die keinerlei Beziehung zum Betrachter aufnimmt. Der Kopf ist keine Erfindung für dieses eine Bild. Dieselbe schwere Stirn, dieselben Züge trägt sein Moses in dieser Galerie, und der Priester Zacharias in seinem Schlaf des Johannesknaben. Im Inventar von 1700 hängt das Gemälde bereits im Palast, und eine Liste von 1723 nennt seine Herkunft, den Nachlass des Großprinzen Ferdinando.




