Ostgiebel des Aphaiatempels von Ägina

Ostgiebel des Aphaiatempels von Ägina


Details

Künstler
Unbekannter griechischer Bildhauer (archaische Zeit)
Jahr
-490
Technik
parischer Marmor
Gattung
Skulptur

Die Geschichte

Im Jahr 490 v. Chr. schlug ein athenisches Heer die Perser bei Marathon. In eben diese Zeit, um 490 v. Chr., datiert das Museum die Figuren aus dem Ostgiebel des Aphaiatempels auf Ägina, etwa zehn Jahre nach dem Westgiebel in Saal VII. In diesem kurzen Abstand hat sich die griechische Plastik verwandelt. Der Westgiebel ist nach den Worten des Museums noch spätarchaisch, der Ostgiebel schon frühklassisch, und nirgends sonst lässt sich dieser Epochenwechsel so anschaulich verfolgen.

Erzählt wird hier die ältere Geschichte. Eine Heldengeneration vor der Ilias zog Herakles zum ersten Mal gegen Troja und eroberte die Stadt. An seiner Seite kämpfte Telamon, der Sohn des Aiakos, des mythischen Königs von Ägina. Wieder setzte die Insel also ihr eigenes Königshaus in den Giebel. Telamon war der Vater des Aias, des Helden im späteren Krieg.

Es lohnt der Vergleich mit dem Westsaal. Dort stehen die Kämpfer in klaren, fast ornamentalen Haltungen, und die Verwundeten bewahren das ruhige archaische Lächeln. Hier wenden sich die Figuren freier in den Raum, und die Gefallenen sinken unter ihrem eigenen Gewicht zusammen, mit Gesichtern, aus denen dieses Lächeln verschwunden ist.

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